Eishockey-WM 2026 Spielplan — Gruppen, Termine & Spielorte in der Schweiz

Der Eishockey-WM Spielplan 2026 steht — und er liest sich wie eine Einladung, die man nicht ausschlagen kann. Vom 15. bis zum 31. Mai 2026 treffen sich 16 Nationalmannschaften in der Schweiz, um in 64 Spielen den neuen Weltmeister zu ermitteln. Es ist die erste Eishockey-Weltmeisterschaft auf Schweizer Boden seit 17 Jahren, und das Gastgeberland hat nicht vor, das Turnier leise über die Bühne gehen zu lassen. Zwei Städte, zwei Arenen, zwei Wochen — und mittendrin die deutsche Nationalmannschaft, die in Gruppe A in Zürich antritt und dort auf Finnland, die USA und die Schweiz trifft.
Was diese WM von ihren Vorgängern unterscheidet, ist der Zeitpunkt. Sie findet unmittelbar nach einer NHL-Saison statt, in der erstmals seit 2014 wieder NHL-Spieler bei Olympia antraten. Die Spieler, die im Februar in Mailand um olympische Medaillen kämpften, werden im Mai in Zürich und Fribourg erneut die Nationaltrikots überstreifen — sofern ihre NHL-Teams nicht noch im Playoff-Rennen stecken. Für die deutschen Fans bedeutet das: Die WM 2026 ist nicht irgendein Turnier im Kalender, sondern der zweite internationale Höhepunkt innerhalb von drei Monaten. 16 Nationen. 64 Spiele. Ein Ziel: Gold in Zürich.
Gruppen im Überblick — wer spielt wo?
Die Gruppenauslosung der IIHF hat zwei Pools ergeben, die sich in Charakter und Stärke deutlich voneinander unterscheiden. Gruppe A spielt in Zürich, Gruppe B in Fribourg — und die Verteilung der Teams sorgt dafür, dass beide Standorte attraktive Partien bieten, ohne dass eine Gruppe klar schwächer wäre als die andere.
Gruppe A in Zürich umfasst die USA, die Schweiz, Finnland, Deutschland, Lettland, Österreich, Ungarn und Großbritannien. Auf dem Papier ist das eine Gruppe mit zwei klaren Favoriten — den USA und Finnland — sowie einem starken Gastgeber, der auf den Heimvorteil setzt. Deutschland rangiert in dieser Konstellation als vierte Kraft, was angesichts der IIHF-Weltrangliste eine realistische Einschätzung ist. Die Schweiz profitiert von der Unterstützung des Heimpublikums in der Swiss Life Arena und wird alles daransetzen, die Vorrunde als Gruppensieger abzuschließen. Lettland hat sich in den vergangenen Jahren als unangenehmer Gegner etabliert, der auch gegen stärkere Nationen mithalten kann. Österreich, Ungarn und Großbritannien gelten als Außenseiter, können aber in Einzelspielen für Überraschungen sorgen — insbesondere Österreich, das traditionell gegen das DEB-Team mit besonderer Motivation antritt.
Gruppe B in Fribourg versammelt Kanada, Schweden, Tschechien, Dänemark, die Slowakei, Norwegen, Slowenien und Italien. Das ist auf den ersten Blick die Gruppe der klassischen Eishockey-Nationen: Kanada und Schweden gehören seit Jahrzehnten zur absoluten Weltspitze, Tschechien hat eine lange WM-Tradition, und die Slowakei verfügt über genug NHL-Spieler, um in jedem Turnier eine ernstzunehmende Mannschaft zu stellen. Dänemark hat sich in den vergangenen zehn Jahren vom Geheimtipp zum etablierten WM-Teilnehmer entwickelt, der regelmäßig die Viertelfinals erreicht. Norwegen, Slowenien und Italien sind die Underdogs, wobei Italiens Teilnahme an den Olympischen Spielen im eigenen Land wenige Monate zuvor für einen Motivationsschub sorgen dürfte.
Die Gruppenphase ist nicht nur ein sportlicher Wettbewerb, sondern auch ein logistisches Experiment. Acht Teams pro Gruppe bedeuten, dass jede Mannschaft sieben Vorrundenspiele bestreitet — bei einem Turnier, das nur 17 Tage dauert. Die Spieltage sind dicht getaktet, und die Regenerationszeit zwischen den Partien ist knapp. Für Teams mit dünnen Kadern wird das zu einer physischen Herausforderung, für tiefe Mannschaften wie Kanada oder Finnland ist es ein Vorteil, weil sie ihre Reihen rotieren können, ohne an Qualität zu verlieren.
Ein Blick über das Turnier hinaus: Die WM 2026 ist auch eine Generalprobe für das, was 2027 kommt. Die nächste Weltmeisterschaft findet in Deutschland statt — in Düsseldorf und Mannheim. Für die IIHF ist die Schweizer WM deshalb ein Maßstab, an dem sich die deutschen Organisatoren messen lassen müssen. Und für das DEB-Team ist ein gutes Abschneiden in Zürich der beste Weg, um Vorfreude auf das Heimturnier zu schüren.
Der komplette Spielplan — alle 64 Partien
Das Turnier beginnt am 15. Mai 2026 mit einem Doppelspieltag in Zürich, der es in sich hat. Um 16:20 Uhr MESZ eröffnet Finnland gegen Deutschland die WM — ein Auftakt, der für das DEB-Team sofort Standortbestimmung ist. Finnland gehört zur erweiterten Weltspitze und hat in den vergangenen Jahren mehrere WM-Medaillen gewonnen. Um 20:20 Uhr folgt das zweite Eröffnungsspiel: USA gegen die Schweiz. Zwei Partien am ersten Tag, und beide in der Swiss Life Arena — das Turnier lässt keine Aufwärmphase zu.
Die Gruppenphase erstreckt sich vom 15. bis voraussichtlich 25. Mai. In diesem Zeitraum bestreitet jede Mannschaft ihre sieben Vorrundenspiele, wobei die Ansetzungen so verteilt sind, dass pro Tag und Arena jeweils zwei bis drei Partien stattfinden. Die Anstoßzeiten in Zürich liegen typischerweise bei 16:20 und 20:20 Uhr MESZ, in Fribourg beginnen die Spiele meist um 16:20 und 20:20 Uhr. Der vollständige Spielplan mit allen 64 Partien ist als offizielles PDF der IIHF verfügbar und enthält sämtliche Uhrzeiten, Gruppenspiele und K.-o.-Runden.
Nach Abschluss der Gruppenphase folgen die Viertelfinals, voraussichtlich am 27. Mai. Die vier besten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich, und die Kreuzung zwischen den Gruppen sorgt dafür, dass ein Gruppensieger auf den Viertplatzierten der anderen Gruppe trifft — ein System, das Überraschungen zulässt, aber die Gruppenersten belohnt. Die Viertelfinals sind Einzelspiele: Wer verliert, fährt nach Hause. Es gibt keine zweite Chance, keine Best-of-Three-Serie, keinen Trost. Diese Brutalität des K.-o.-Systems macht die WM-Viertelfinals seit jeher zu den dramatischsten Spielen des Turniers.
Die Halbfinals finden am 29. Mai statt, beide in der Swiss Life Arena in Zürich. Ab dieser Phase spielt sich das gesamte Turnier in einer Arena ab, was den Heimvorteil für die Schweiz — sofern sie das Halbfinale erreicht — maximiert. Das Spiel um die Bronzemedaille und das Finale steigen am 31. Mai, ebenfalls in Zürich. Das Finale am letzten Tag des Turniers ist der Abschluss eines 17-tägigen Marathons, bei dem die beiden besten Teams des Turniers vor 12.000 Zuschauern aufeinandertreffen.
Der Spielplan ist so konstruiert, dass zwischen dem letzten Gruppenspiel und dem Viertelfinale maximal ein Ruhetag liegt. Für Teams, die bis zum letzten Spieltag um die Viertelfinal-Qualifikation kämpfen, ist das eine zusätzliche Belastung — physisch und mental. Trainer, die ihr Roster klug rotieren und Schlüsselspieler in weniger entscheidenden Gruppenspielen schonen, verschaffen sich damit einen messbaren Vorteil in der K.-o.-Phase. Die Historie der Eishockey-WM zeigt, dass Turniere selten von dem Team gewonnen werden, das in der Vorrunde am meisten dominiert hat, sondern von dem, das zur richtigen Zeit seine beste Leistung abruft.
Die IIHF hat für die WM 2026 rund 1.300 Freiwillige rekrutiert, die den Spielbetrieb in beiden Arenen organisieren — von der Akkreditierung über die Zuschauerlenkung bis zum Eisservice zwischen den Drittelpausen. Ein Detail, das selten Schlagzeilen macht, aber für den reibungslosen Ablauf von 64 Spielen in 17 Tagen unverzichtbar ist.
Ein Aspekt, der den Spielplan der WM 2026 von Clubwettbewerben unterscheidet, ist die Belastungssteuerung. In der NHL oder DEL haben Teams zwischen den Spielen in der Regel mindestens einen Tag Pause; bei der WM kann es vorkommen, dass eine Mannschaft an drei aufeinanderfolgenden Tagen antritt. Die IIHF versucht, solche Extrembelastungen zu vermeiden, aber bei 56 Gruppenspielen in zehn Tagen lässt sich nicht jede Überlappung verhindern. Teams, deren Spieler erst spät aus den NHL-Playoffs zur WM stoßen, stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen innerhalb weniger Tage von der Clubmentalität auf den Nationalteam-Modus umschalten, neue Reihen einstudieren und sich an ein anderes Eisflächen-Format gewöhnen — die IIHF-Eisfläche ist breiter als die nordamerikanische NHL-Fläche.
Für Fans, die das Turnier vor Ort verfolgen wollen, empfiehlt sich ein Blick auf die Anstoßzeiten der Schlüsselspiele. Die Eröffnungspartie Finnland gegen Deutschland am 15. Mai um 16:20 Uhr ist für Berufstätige, die aus Deutschland anreisen, zeitlich ambitioniert — aber machbar, wenn man den Freitagnachmittag frei nimmt. Die Abendspiele um 20:20 Uhr sind dagegen familienfreundlicher und dürften regelmäßig ausverkauft sein, besonders wenn die Schweiz oder Deutschland spielen.
Arenen — Swiss Life Arena und Fribourg Arena
Die Swiss Life Arena in Zürich ist die Hauptbühne der WM 2026 und fasst rund 12.000 Zuschauer. Sie ist die Heimat der ZSC Lions, des erfolgreichsten Schweizer Eishockey-Clubs der jüngeren Geschichte, und wurde 2022 eröffnet. Für ein WM-Turnier ist sie damit eine der neuesten Arenen, die je als Spielort gedient haben — modern, durchdacht, mit exzellenter Sicht von jedem Platz. Die Arena liegt im Zürcher Quartier Altstetten und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, was für ein Turnier mit internationalen Fans entscheidend ist. Zürich als Austragungsort hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Stadt über eine ausgeprägte Gastronomie- und Hotelinfrastruktur verfügt — wobei die Preise, wie in der Schweiz üblich, nicht zu den günstigsten in Europa gehören.
In der Swiss Life Arena werden alle Spiele der Gruppe A, die Halbfinals, das Spiel um Platz drei und das Finale ausgetragen. Das bedeutet: Ab dem Halbfinale konzentriert sich das gesamte Turnier auf einen einzigen Standort. Für die Schweiz als Gastgeber ist das ein strategischer Vorteil, falls die Nati die Viertelfinals übersteht — das Heimpublikum in Zürich wäre eine Wand, gegen die auch Top-Nationen nur schwer ankommen.
Die Fribourg Arena, Heimat von Fribourg-Gottéron, bietet rund 9.000 Plätze und ist damit kleiner als die Swiss Life Arena, aber keineswegs weniger atmosphärisch. Die Arena liegt in der zweisprachigen Stadt Fribourg an der Sprachgrenze zwischen Deutsch und Französisch — ein Detail, das dem Turnier eine kulturelle Dimension verleiht, die über den Sport hinausgeht. In Fribourg werden die Spiele der Gruppe B sowie zwei der vier Viertelfinalpartien ausgetragen. Die Arena ist bekannt für ihre steilen Tribünen und die dadurch entstehende Nähe zum Eis, die selbst für WM-Verhältnisse ungewöhnlich kompakt wirkt.
Die Reisezeit zwischen beiden Spielorten beträgt weniger als eineinhalb Stunden mit dem Zug — ein Wert, der für Fans, die Spiele in beiden Arenen besuchen wollen, praktisch ideal ist. Die Schweizer Bundesbahn verbindet Zürich und Fribourg direkt, ohne Umstieg, was die Logistik für Tagesgäste erheblich vereinfacht. Wer morgens in Zürich ein Gruppenspiel verfolgt und abends in Fribourg ein zweites sehen will, kann das ohne Mietwagen und ohne Stress realisieren. Diese Nähe der Spielorte ist ein bewusster Vorteil der Schweizer Bewerbung gewesen — im Gegensatz zu WM-Turnieren in Skandinavien oder Nordamerika, wo die Arenen oft Hunderte Kilometer auseinanderliegen.
Beide Arenen verfügen über eine zeitgemäße Medieninfrastruktur, die den Anforderungen eines internationalen Turniers gerecht wird. Hochauflösende Videowürfel, schnelles Internet für die Medienvertreter und ausreichend Plätze für die TV-Produktion sind Standard — Faktoren, die bei einer WM-Bewerbung genauso ins Gewicht fallen wie die Sitzplatzkapazität. Die Schweiz hat mit der Bewerbung um die WM 2026 auch eine Botschaft an die IIHF gesendet: Ein kompaktes Turnier in einem Land mit exzellenter Infrastruktur kann sportlich und wirtschaftlich mindestens ebenso erfolgreich sein wie eine WM in Riesenhallen mit 15.000 oder mehr Plätzen.
Deutschlands Spiele — Termine und Gegner
Die deutsche Nationalmannschaft eröffnet das Turnier am 15. Mai 2026 um 16:20 Uhr MESZ gegen Finnland — ein Auftakt, der sofort Klarheit darüber schaffen wird, in welcher Verfassung das DEB-Team nach einer langen Saison ist. Finnland gehört seit Jahren zur erweiterten Weltspitze, gewann die WM 2019 und 2022 und bringt eine Mischung aus NHL-Profis und Liiga-Spielern mit, die taktisch eingespielt und physisch robust ist. Für Deutschland ist dieses Eröffnungsspiel ein Prüfstein, aber kein Endspiel: In einer Gruppe mit acht Teams und sieben Spielen gibt es genug Raum, einen Fehlstart auszugleichen.
Die weiteren Gruppengegner der deutschen Mannschaft sind die USA, die Schweiz, Lettland, Österreich, Ungarn und Großbritannien. Die realistischen Schlüsselspiele für die Viertelfinal-Qualifikation sind die Partien gegen Lettland und Österreich — Spiele, die Deutschland gewinnen muss, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, am letzten Spieltag noch um die Qualifikation zittern zu müssen. Die Begegnungen gegen die USA und die Schweiz sind dagegen Bonusspiele, in denen ein Punktgewinn willkommen, aber keine Voraussetzung für das Weiterkommen ist.
Die Kaderzusammensetzung der DEB-Auswahl hängt entscheidend davon ab, wie lange die NHL-Playoffs dauern. Sollte Leon Draisaitl mit den Edmonton Oilers bis in die Conference Finals oder gar das Stanley-Cup-Finale vordringen, stünde er für die WM nicht zur Verfügung — oder käme erst zur K.-o.-Phase. Ähnliches gilt für andere deutsche NHL-Profis wie Moritz Seider, Tim Stützle oder JJ Peterka. Der DEB hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er auch ohne den vollständigen NHL-Kader eine wettbewerbsfähige Mannschaft aufstellen kann, aber die Qualität der Einzelspieler aus der besten Liga der Welt macht natürlich einen Unterschied.
Historisch gesehen hat Deutschland bei Weltmeisterschaften eine wechselhafte Bilanz. Die Silbermedaille von 2018 — damals bei Olympia, nicht bei der WM — hat das Selbstverständnis des deutschen Eishockeys grundlegend verändert, aber bei Weltmeisterschaften ist eine Medaille weiterhin ein ehrgeiziges Ziel. Das Viertelfinale zu erreichen, wäre für die WM 2026 ein realistisches und angemessenes Ziel; alles darüber hinaus wäre eine Sensation, die den deutschen Eishockey-Boom der vergangenen Jahre endgültig bestätigen würde.
Ein Faktor, der nicht unterschätzt werden sollte, ist die Nähe des Austragungsortes. Zürich ist von Süddeutschland aus in wenigen Stunden erreichbar, und die Erfahrung vergangener WM-Turniere in der Nachbarschaft zeigt, dass deutsche Fans in großer Zahl anreisen, wenn die Entfernung stimmt. Bei der WM 2017 in Köln und Paris war die deutsche Unterstützung der entscheidende Faktor für den Erfolg der DEB-Auswahl in der Vorrunde. Ein ähnlicher Effekt ist in Zürich denkbar — vorausgesetzt, die Ticketpreise bleiben für Normalverdiener erreichbar, was bei einem Turnier in der Schweiz keine Selbstverständlichkeit ist.
Was die taktische Ausrichtung betrifft, wird Bundestrainer Harold Kreis vermutlich auf das System setzen, das sich in den vergangenen Länderspielperioden bewährt hat: solides Defensivspiel, schnelles Umschalten nach Puckgewinnen und eine aggressive Forechecking-Strategie, die den stärkeren Teams das Aufbauspiel erschwert. Deutschland hat in den vergangenen WM-Turnieren gezeigt, dass es mit dieser Herangehensweise auch gegen Top-Nationen bestehen kann — wenn die Torhüterposition stabil besetzt ist und die Special Teams funktionieren. Das Powerplay und das Penalty Killing sind bei Kurzturnier-WMs traditionell die Bereiche, in denen sich die Unterschiede zwischen den Nationen am deutlichsten zeigen.
Turniermodus — von der Vorrunde bis zum Finale
Der Turniermodus der Eishockey-WM 2026 folgt dem bewährten IIHF-Format, das sich über die Jahre als Standard etabliert hat. 16 Teams werden in zwei Gruppen zu je acht Mannschaften aufgeteilt. In der Vorrunde spielt jedes Team einmal gegen jeden Gruppengegner — das ergibt sieben Spiele pro Mannschaft und insgesamt 56 Partien in der Gruppenphase. Die verbleibenden acht Spiele entfallen auf die K.-o.-Runde: vier Viertelfinals, zwei Halbfinals, ein Spiel um Bronze und das Finale.
Die Punktevergabe in der Gruppenphase entspricht dem IIHF-Drei-Punkte-System: Drei Punkte für einen Sieg in der regulären Spielzeit, zwei Punkte für einen Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschießen, ein Punkt für eine Niederlage nach Overtime, null Punkte für eine Niederlage in der regulären Spielzeit. Dieses System ist identisch mit der DEL-Wertung und unterscheidet sich von der NHL, die kein Drei-Punkte-System verwendet. Für deutsche Fans, die mit der DEL vertraut sind, ist die WM-Wertung deshalb intuitiv verständlich.
Nach Abschluss der Vorrunde qualifizieren sich die vier bestplatzierten Teams jeder Gruppe für das Viertelfinale. Die Kreuzung folgt einem festen Schema: Der Erste der Gruppe A trifft auf den Vierten der Gruppe B, der Zweite der Gruppe A auf den Dritten der Gruppe B — und umgekehrt. Das sorgt dafür, dass die Gruppensieger zunächst auf die vermeintlich schwächsten Viertelfinalisten treffen und dass Teams aus derselben Gruppe frühestens im Finale aufeinandertreffen können.
Ab dem Viertelfinale gibt es keine Punkte mehr — nur noch Sieg oder Niederlage. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, folgt eine Verlängerung im Sudden-Death-Format: Das erste Tor entscheidet, und gespielt wird mit drei gegen drei Feldspielern auf dem Eis. Falls auch die Verlängerung torlos bleibt, entscheidet ein Penaltyschießen. Dieses Format sorgt regelmäßig für die dramatischsten Momente des Turniers — Viertelfinals, die erst im Shootout entschieden werden, gehören zur DNA der Eishockey-WM.
Die Halbfinals und das Finale finden ausschließlich in der Swiss Life Arena in Zürich statt. Das ist ein bewusster Schritt der Organisatoren, um die letzten vier Turniertage an einem Ort zu konzentrieren und die mediale Aufmerksamkeit zu bündeln. Für die Schweizer Nationalmannschaft wäre ein Halbfinale in Zürich praktisch ein Heimspiel — mit allem, was dazugehört: Publikum, Lautstärke, Druck.
„Jetzt, da die Gruppen feststehen, steigt die Vorfreude auf die 2026 IIHF WM noch mehr — ganz im Sinne unseres Mottos: time to shine!“ — Christian Hofstetter, Generalsekretär der 2026 IIHF Eishockey-WM
Hofstetters Enthusiasmus spiegelt die Erwartungshaltung wider, die in der Schweiz an dieses Turnier geknüpft wird. Die letzte WM im Land fand 2009 statt, in Bern und Kloten — ein Turnier, an das sich Schweizer Fans vor allem wegen der emotionalen Niederlagen der Nati erinnern. 2026 soll es anders laufen, und die Infrastruktur — zwei moderne Arenen, kurze Wege, ein erfahrenes Organisationsteam — bietet die Grundlage dafür. 16 Nationen. 64 Spiele. Ein Ziel: Gold in Zürich.
Von Experten geprüft: Tobias Busch