DEL Tabelle 2025/26 — Aktueller Stand, Punkte & Rekord-Zuschauerzahlen

Vierzehn Mannschaften, 52 Hauptrundenspiele pro Team und eine Tabelle, die sich in dieser Saison liest wie ein Thriller mit offenem Ende. Die DEL Tabelle 2025/26 zeigt nicht nur, wer gerade oben steht und wer um den Klassenerhalt bangt — sie verrät auch, welche Clubs von einem Zuschauer-Boom profitieren, der die Liga auf Rekordkurs bringt. Vom Titelkandidaten Eisbären Berlin bis zum Aufsteiger Dresdner Eislöwen: Hier ist der aktuelle Stand der Saison, aufgeschlüsselt nach Platzierungen, Zuschauerzahlen und Playoff-Perspektiven.
Tabellenstand Mitte der Saison
Die DEL-Saison 2025/26 hat ihre Halbzeit hinter sich, und die Tabelle erzählt bereits eine ganze Reihe von Geschichten — manche vorhergesagt, manche überraschend. Wer die 14 Mannschaften nach 26 absolvierten Spieltagen betrachtet, sieht ein Bild, das sich grob in drei Zonen teilen lässt: das obere Drittel mit den Playoff-Favoriten, ein dichtes Mittelfeld, in dem jeder Punkt über drei Plätze entscheiden kann, und ein unteres Segment, das vor allem für den Neuling Dresdner Eislöwen zum Bewährungstest wird.
An der Tabellenspitze haben sich die Eisbären Berlin einmal mehr festgesetzt. Die Hauptstädter profitieren von einer tiefen Kaderbreite und einer Defensive, die ligaweit die wenigsten Gegentore zulässt. Dahinter liefern sich Adler Mannheim und der EHC Red Bull München ein Duell, das in seiner Konstanz an die Vorjahre erinnert — beide Teams standen bereits in der Vorsaison 2024/25 unter den besten Vier, als die DEL insgesamt knapp 2,8 Millionen Zuschauer verzeichnete und damit einen neuen Allzeitrekord aufstellte.
Kölner Haie und die Nürnberg Ice Tigers komplettieren die obere Hälfte. Köln zehrt dabei nicht nur von spielerischer Qualität, sondern auch von einer Atmosphäre in der LANXESS arena, die den Gegnern regelmäßig das Heimrecht streitig macht. Im Mittelfeld hat der Überraschungsfaktor einen Namen: Straubing. Die Tigers halten sich deutlich besser als erwartet und haben mit einer jungen, temporeichen Spielanlage mehrere Top-Teams geschlagen.
Die Grizzlys Wolfsburg, Schwenninger Wild Wings und die Iserlohn Roosters bilden jene Zone, in der es eng wird. Zwei Siege Unterschied trennen Platz acht von Platz elf — und damit die Playoff-Qualifikation vom Zuschauen im Frühjahr. Besonders Wolfsburg hat nach einem starken Saisonstart nachgelassen und sucht nach Konstanz in der Defensive. Am unteren Ende der Tabelle stehen die Augsburger Panther und die Dresdner Eislöwen, wobei Dresden als Aufsteiger aus der DEL2 nicht den Abstieg als erste Sorge hat, sondern schlicht das Überleben im höchsten Wettbewerb. Dass die Eislöwen trotzdem für einzelne Ausrufezeichen sorgen, gehört zur schönen Seite dieser Saison.
Was die Tabelle 2025/26 von früheren Spielzeiten unterscheidet, ist die Dichte im Mittelfeld. Die Drei-Punkte-Regel der DEL — drei Punkte für einen Sieg in der regulären Spielzeit, zwei für einen Overtime-Sieg, einer für eine Overtime-Niederlage — sorgt dafür, dass Teams, die regelmäßig in die Verlängerung gehen, zumindest Schadensbegrenzung betreiben. Die Folge: Ein Punkteabstand von sechs oder sieben Zählern kann sechs Plätze in der Tabelle bedeuten. Wer sich am Sonntagabend noch auf Rang zehn wähnte, kann nach dem Dienstags-Spieltag plötzlich auf Rang sechs stehen — vorausgesetzt, die Ergebnisse spielen mit.
Die Tabelle zeigt auch, wie wichtig die Spezialteams geworden sind. Powerplay und Penalty Killing entscheiden in einer Liga, in der die taktische Disziplin insgesamt gestiegen ist, über die feinen Unterschiede. Berlin und München führen die Statistiken im Powerplay an, während Mannheim sich auf ein Penalty Killing verlässt, das zu den effizientesten der Liga gehört. Teams wie Schwenningen, die in beiden Kategorien im unteren Drittel rangieren, finden sich wenig überraschend auch in der Tabelle weiter hinten wieder.
Zuschauer-Rekorde nach Club
Die DEL-Tabelle 2025/26 liest sich nicht nur als sportliches Ranking — sie ist auch ein Spiegel dessen, was abseits des Eises passiert. Und was dort passiert, ist bemerkenswert: Die Liga befindet sich auf absolutem Rekordkurs. In der ersten Hälfte der Hauptrunde 2025/26 lag der Zuschauerschnitt bei 6.801 Fans pro Spiel — ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, als der Schnitt bei 6.094 lag. Die bisherige Bestmarke aus der Saison 2015/16 mit 6.647 Zuschauern pro Partie? Übertroffen.
Das Wachstum verteilt sich nicht gleichmäßig, und genau das macht die Zahlen so interessant. Die Straubing Tigers führen die Steigerungsrate mit einem Plus von 23 Prozent gegenüber der Saison 2022/23 an. In einer Stadt mit rund 48.000 Einwohnern ist das eine beachtliche Mobilisierung — offensichtlich zieht sportlicher Erfolg in der Provinz besonders stark. Direkt dahinter folgen die Eisbären Berlin mit 22 Prozent Wachstum, was angesichts der Hauptstadt-Konkurrenz durch Hertha, Union, Alba und die Füchse umso bemerkenswerter ist.
Den höchsten absoluten Schnitt liefern allerdings die Kölner Haie. Die LANXESS arena, mit über 18.000 Plätzen die größte Eishockey-Spielstätte Deutschlands, meldet einen Schnitt von 16.672 Zuschauern — ein Plus von 20 Prozent. Damit nähert sich Köln einer Auslastung von über 90 Prozent, ein Wert, den DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in Bezug auf die Gesamtliga so kommentierte: Das Potenzial sei an manchen Standorten fast erschöpft.
Insgesamt verzeichnen 13 der 14 Clubs eine Steigerung gegenüber 2022/23. Die DEL ist damit nicht nur die höchste deutsche Eishockey-Liga, sondern nach dem Fußball auch die zuschauerstärkste Profi-Liga des Landes. Das mag für Fußball-Fans eine Randnotiz sein — für das deutsche Eishockey ist es ein Statement.
Wer steigt auf, wer fällt ab — Tabellenanalyse
Die Frage, wer am Ende der Hauptrunde auf einem Playoff-Platz steht, ist in der DEL 2025/26 so offen wie selten zuvor. Zehn der 14 Mannschaften können sich rechnerisch noch für die Endrunde qualifizieren, und bei der Punktedichte im Mittelfeld reicht eine Serie von drei Siegen, um vom Rand der Playoffs ins obere Drittel zu springen.
Für die Teams an der Spitze — Berlin, Mannheim, München — geht es weniger um das Ob als um das Wie. Die Platzierung in der Hauptrunde bestimmt die Setzliste für die Playoffs, und wer als Erster oder Zweiter in die K.-o.-Runde einzieht, hat Heimrecht in der Serie und trifft in der ersten Runde auf einen vermeintlich schwächeren Gegner. Das sind keine Kleinigkeiten: In einer Best-of-Seven-Serie kann Heimvorteil den Unterschied zwischen einer Fünf-Spiele-Angelegenheit und einem Sieben-Spiele-Marathon ausmachen.
Spannender ist der Blick nach unten. Die DEL hat seit der Saison 2023/24 den Auf- und Abstieg wieder eingeführt, und der Tabellenletzte muss sich ernsthaft Sorgen machen. Für die Dresdner Eislöwen, die als DEL2-Meister aufgestiegen sind, ist diese erste DEL-Saison ein Balanceakt. Als Team mit der kleinsten Arena und dem schmalsten Budget der Liga müssen die Eislöwen mit den Mitteln haushalten, die sie haben. Dass Dresden trotzdem nicht abgeschlagen ist und einzelne Siege gegen etablierte Teams holt, spricht für die Arbeit im Verein — aber der Abstand zur rettenden Zone bleibt knapp.
Augsburg und die Düsseldorfer EG — wobei Düsseldorf in dieser Saison gar nicht mehr dabei ist, sondern in die DEL2 abgestiegen ist — zeigen, dass der Abstieg für die DEL kein abstraktes Szenario mehr ist. Die Panther kämpfen gegen den Fall ins Bodenlose und setzen auf Erfahrung im Kader, um die entscheidenden Punkte in der Rückrunde zu holen.
Was bleibt, ist eine Tabelle, die mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Die DEL 2025/26 ist keine Liga der klaren Verhältnisse, sondern eine der engen Abstände und der ständigen Bewegung. Die Rückrunde wird zeigen, ob sich die Spitzengruppe vom Rest absetzt oder ob das Mittelfeld seinen Druck aufrechterhalten kann. Transferaktivitäten in der Winterpause, die Belastung durch Länderspielpausen und die körperliche Frische im Schlussdrittel der Saison — all das wird die Tabelle noch einmal durcheinanderwirbeln.
Für die Fans bedeutet das: Jeder Spieltag zählt, und Langeweile ist in dieser Saison ein Fremdwort. 14 Teams im Kampf um die Playoff-Plätze — und am Ende zählt jede Overtime-Niederlage, jeder Punkt, jedes Gegentor im direkten Vergleich. Die DEL-Tabelle 2025/26 ist kein statisches Gebilde, sondern ein lebendiges Dokument der Saison.
Von Experten geprüft: Tobias Busch