DEL Teams 2025/26 — Alle 14 Mannschaften, Aufsteiger & Arenen

14 Clubs, eine Liga — die DEL-Mannschaften 2025/26. Die 32. Saison der Deutschen Eishockey Liga bringt ein verändertes Teilnehmerfeld: Die Dresdner Eislöwen sind als Aufsteiger dabei, die Düsseldorfer EG musste den Weg in die DEL2 antreten. Wer die 14 Teams kennenlernen will — von den Titelkandidaten über die Überraschungspakete bis zum Neuling aus Sachsen — findet hier das Schnellprofil jeder Mannschaft, die wichtigsten Kaderbewegungen und einen Blick auf die Arenen der Liga.
Alle 14 Teams im Schnellprofil
Die Eisbären Berlin gehen als amtierender Titelverteidiger in die Saison und haben ihren Kader gezielt verstärkt. Die Uber Arena (bis 2024 Mercedes-Benz Arena) bietet 14.200 Plätze und ist an Spieltagen regelmäßig gut gefüllt. Berlins Stärke liegt in der defensiven Stabilität und einer Kadertiefe, die in der Liga ihresgleichen sucht. Der Kader vereint erfahrene DEL-Veteranen mit internationalen Imports, die die Top-Formationen verstärken.
Die Adler Mannheim setzen in der SAP Arena auf eine Kombination aus Tradition und Erneuerung. Der achtfache deutsche Meister hat im Sommer gezielt junge Talente eingebunden, ohne die erfahrenen Stützen abzugeben. Mannheim bleibt ein Titelkandidat, der sich in den Playoffs regelmäßig von seiner besten Seite zeigt. Die SAP Arena fasst rund 13.600 Zuschauer und gehört damit zu den größten Spielstätten der Liga.
Der EHC Red Bull München profitiert von der finanziellen Rückendeckung des Hauptsponsors und hat einen Kader zusammengestellt, der in jeder Position doppelt besetzt ist. Seit der Saison 2024/25 spielen die Münchner im SAP Garden, der rund 10.000 Eishockey-Plätze bietet — ein deutliches Upgrade gegenüber dem früheren Olympia-Eisstadion. Die moderne Arena hat den Zuschauerschnitt der Red Bulls nahezu verdoppelt.
Die Kölner Haie spielen in der LANXESS arena, der mit über 18.000 Plätzen größten Eishockey-Halle Deutschlands. Der Zuschauerschnitt lag zuletzt bei 16.672 — ein Wert, der die meisten europäischen Eishockey-Standorte in den Schatten stellt. Sportlich setzen die Haie auf eine offensiv ausgerichtete Spielanlage, die für attraktives Eishockey sorgt, in den Playoffs aber auch Schwächen in der Defensive offenbart hat.
Die Nürnberg Ice Tigers, die Grizzlys Wolfsburg und die Schwenninger Wild Wings bilden das solide Mittelfeld der Liga. Nürnberg setzt auf eine leidenschaftliche Fankultur im Nürnberger Eisstadion, Wolfsburg profitiert von der Volkswagen-Anbindung und modernen Trainingsmethoden, Schwenningen kämpft als kleinerer Standort mit begrenzten Mitteln um den Anschluss an die obere Hälfte.
Die Straubing Tigers haben sich in den vergangenen Saisons vom Abstiegskandidaten zum ernstzunehmenden Playoff-Anwärter entwickelt. Die kleine Stadt im Gäuboden hat eine der treuesten Fanbases der Liga, und der Zuschauerzuwachs von 23 Prozent gegenüber 2022/23 zeigt, dass sportlicher Erfolg auch abseits der Metropolen Menschen mobilisiert. Straubing spielt in der Eisarena am Pulverturm, die etwa 5.800 Plätze bietet und an guten Abenden aus allen Nähten platzt.
Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben in der Vorsaison für eine der größten Überraschungen der jüngeren DEL-Geschichte gesorgt und versuchen, das Niveau zu halten. Die Eisarena Bremerhaven ist mit rund 4.600 Plätzen eine der kleinsten der Liga, aber der Standort im Norden hat sich als feste Größe etabliert. Bremerhaven zeigt, dass man auch ohne Millionenbudget in der DEL konkurrenzfähig sein kann — vorausgesetzt, die Kaderplanung stimmt und der Trainer das Maximum aus dem vorhandenen Material herausholt.
Die Iserlohn Roosters, Augsburger Panther und die Löwen Frankfurt komplettieren das Teilnehmerfeld. Iserlohn kämpft mit einem der kleinsten Budgets der Liga und muss in dieser Saison den Abstiegskampf bestehen. Die Balver Zinn Arena bietet rund 4.900 Plätze und eine Atmosphäre, die Gastteams das Leben schwer macht. Augsburg setzt im Curt-Frenzel-Stadion auf Erfahrung und hofft, dass die routinierten Kräfte im Kader die Klasse halten können. Frankfurt spielt in der Eissporthalle am Ratsweg und hat sich als stabiler Mittelfeldclub etabliert, der selten für Schlagzeilen sorgt, aber auch selten in ernsthafte Abstiegsgefahr gerät.
Aufsteiger und Absteiger — Eislöwen und DEG
Die Geschichte der Saison 2025/26 schreibt sich zu einem erheblichen Teil über den Aufsteiger. Die Dresdner Eislöwen sind als DEL2-Meister in die höchste Spielklasse aufgestiegen und bringen den Eishockey-Standort Dresden erstmals in die DEL. Die JOYNEXT Arena fasst 4.412 Zuschauer und ist damit die kleinste Spielstätte der Liga. Von den 4.412 Plätzen sind rund 2.000 als Dauerkarten vergeben — das bedeutet, dass praktisch jedes Heimspiel ausverkauft ist oder nahe daran.
Für Dresden ist die DEL-Zugehörigkeit ein wirtschaftlicher und sportlicher Kraftakt. Die Einnahmen aus dem Spielbetrieb sind durch die geringe Hallenkapazität limitiert, und der Kader musste in einem Sommer aufgerüstet werden, in dem die Konkurrenz ebenfalls aktiv war. Dass die Eislöwen trotzdem mit kämpferischem Eishockey und gelegentlichen Überraschungssiegen aufwarten, spricht für den Verein und die Arbeit des Trainerteams.
Auf der anderen Seite steht die Düsseldorfer EG, die nach dem Abstieg 2025 in der DEL2 einen Neuaufbau betreibt. Düsseldorf ist ein Traditionsstandort des deutschen Eishockeys mit einer Vergangenheit, die mehrere deutsche Meisterschaften umfasst. Der Abstieg hat die Szene erschüttert und gezeigt, dass selbst ein großer Name keine Garantie für den Verbleib in der höchsten Spielklasse ist. Ob und wann die DEG in die DEL zurückkehrt, hängt von der wirtschaftlichen Stabilisierung und dem sportlichen Abschneiden in der zweiten Liga ab. Die DEL2 ist kein Selbstläufer — der direkte Wiederaufstieg gelingt selten beim ersten Versuch.
Der Wechsel zwischen Dresdner Aufbruch und Düsseldorfer Neustart illustriert eine Grundwahrheit des Sports: Auf- und Abstieg sind mehr als sportliche Ergebnisse. Sie verändern Vereinsstrukturen, verschieben Budgets und schreiben Biografien um — bei Spielern, Trainern und Fans gleichermaßen.
Arenen und Kapazitäten
Die Arenenlandschaft der DEL spiegelt die Vielfalt der Liga wider. An der Spitze steht die LANXESS arena in Köln mit über 18.000 Eishockey-Plätzen, gefolgt von der SAP Arena in Mannheim und der Uber Arena in Berlin. Am unteren Ende rangiert die JOYNEXT Arena in Dresden mit 4.412 Plätzen. Dazwischen liegt ein breites Spektrum: Die ARENA Nürnberger Versicherung fasst rund 8.300 Fans, die Bremerhavener Eisarena etwa 4.600.
Die Kapazitäten beeinflussen direkt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Clubs. Ein Verein wie Köln, der pro Heimspiel über 16.000 Zuschauer begrüßt, generiert Einnahmen aus Ticketverkäufen, Catering und Merchandising, die einem Standort wie Straubing oder Bremerhaven schlicht nicht zur Verfügung stehen. Diese finanzielle Asymmetrie ist ein Dauerthema der DEL und erklärt, warum manche Clubs Jahr für Jahr um den Titel spielen, während andere froh sind, die Klasse zu halten. Die Diskussion um einen finanziellen Ausgleich zwischen den Standorten wird in der Liga regelmäßig geführt, ohne dass bislang ein verbindliches Revenue-Sharing-Modell nach NHL-Vorbild eingeführt wurde.
Gleichzeitig zeigt die aktuelle Saison, dass Hallengröße nicht alles ist. Straubing mit seinen rund 5.800 Plätzen hat eine höhere prozentuale Auslastung als mancher Standort mit doppelter Kapazität. Die Atmosphäre in einer vollen, kompakten Halle kann ein Heimvorteil sein, den keine 18.000-Zuschauer-Arena ersetzen kann. Auch die Qualität der Eisfläche, die Infrastruktur für Spieler und Fans sowie die Erreichbarkeit spielen eine Rolle. Manche der älteren Hallen — Iserlohn, Schwenningen — stehen vor nötigen Modernisierungen, die für die jeweiligen Standorte eine finanzielle Herausforderung darstellen. Die DEL 2025/26 beweist: 14 Clubs, 14 Arenen, 14 Geschichten — und jede davon lohnt einen Besuch.
Von Experten geprüft: Tobias Busch